Fast wieder ein Jubiläum
Seit fast 20 Jahren wird das sportliche Schießen in der Schützenbruderschaft durch die Mannschaften regelmäßig durchgeführt. Vorallem die Seniorenschießgruppe und die 1. Mannschaft sind fester Bestandteil der Vergleichskämpfe zwischen den Bruderschaften. Grund genug einmal mehr über das Thema Gründung, Initiatoren und Teilnehmer zu schreiben.
Wie alles begann Die ersten Aktivitäten unter dem damaligen Schießmeister Herbert Mingers wurden im Keller des katholischen Jugendheims durchgeführt. Ein erster Schießstand wurde errichtet und stand den Schützen somit regelmäßig zur Verfügung. Diese Räumlichkeiten waren jedoch nur recht kurze Zeit nutzbar. Errichtung des Schießstandes im GMZ 1986 wurde unter der Schießleitung von Herbert Riebe der Schießstand im neuen Gemeindezentrum mit sechs Bahnen errichtet wo er sich auch heute noch befindet. Die von ihm ausgehenden Aktivitäten zogen in kurzer Zeit viele aktive Schützen zum Schießsport und ließen sie an regelmäßigen Trainingsschießen sowie den ersten Wettkämpfen teilnehmen. Vor allem die Seniorenschießgruppe und die Sportschießgruppe sind fester Bestandteil der Vergleichskämpfe zwischen den Bruderschaften und seit dieser Gründungsphase aktiv. Gründung der Sportschießgruppe Anhand der Unterlagen ist die erste Erwähnung mit dem Datum 25.03.1987 versehen. Herbert Riebe war zu der Zeit Schießmeister der Bruderschaft und arbeitete mit großem persönlichen Einsatz am Aufbau des Schießsports in unserer Bruderschaft. Der erste Wettkampf fand dann am 23.09.1987 statt. Die damaligen Schützen der Mannschaft waren - Alfred Schmitz
- Inge Erkens
- Thomas Kleinen
- Heinz-Josef Naeven
Man schnupperte zum ersten Mal Wettkampfluft und beteiligte sich an den Vergleichsschießen im Dekanat Linnich. Über die Jahre wuchs die Mannschaft und die Leistung steigerte sich stetig.
Gründung der Seniorenschießgruppe Auch die Idee einer eigenen Seniorenschießgruppe entsprang dem damaligen Schießmeister Herbert Riebe. Die Interessenten waren schnell gefunden, so dass man sich über das wie und wo entsprechende Gedanken machen konnte. Am 03.03.1989 war das offizielle Gründungsdatum der in seiner Form heute noch aktiven Seniorenschießgruppe. Gründungsmitglieder - Franz Römer †
- Gerhard Mückter †
- Herbert Riebe †
- Hubert Esser †
- Josef Mückter
- Franz-Josef Engländer
- Hans Leuchter
Die sehr erfolgreiche Seniorenmannschaft nimmt heute mit 10 Schützen an regelmäßigen Trainingsschießen teil. Auch hat man sich einen Namen im Dekanat Linnich gemacht und streitet hier mit den konkurrierenden Mannschaften aus Rurdorf, Tetz und Boslar. Wer einmal ein solches Schießen miterlebt hat erkennt, das neben dem ehrgeizigen Wettkampf der gesellschaftliche und gemütliche Teil nie zu kurz kommen. Alle Mannschaften treffen sich zum gemeinsamen Wettkampf an einem Veranstaltungsort und schießen ihre Meister aus. Anschließend wird dann beim gemeinsamen Essen das eine oder andere Glas Bier getrunken. Auch alte Lieder soll man bereits auf diesen Veranstaltungen gesungen haben. Gründung der Frauenschießgruppe Eine weitere Idee, die in die Wirklichkeit umgesetzt wurde, war bzw. ist unsere Frauenschießgruppe. Eine erste Einladung zur Versammlung ist datiert auf den 03.11.1986. Was die Senioren konnten war den Frauen nicht zu schwer. Auch hier standen das regelmäßige gemeinsame Trainingsschiessen im Vordergrund und das jährliche Ausschießen der Pokale. Die Federführung hier – sozusagen als Mutter der Kompanie – lag seit der Gründung bei Gertrud Franken. Ohne ihren Einsatz wäre die Gruppe nicht bis heute Bestandteil der Bruderschaft. Jugend- und Schülerschießen Nachwuchs war das zentrale Thema im Bereich des Schießsports und führte aus eigenen Reihen zu heute noch aktiven und hervorragenden Schützen. Die Ausbildung am Sportgerät Luftgewehr wurde durch Herbert Riebe und Thomas Kleinen viele Jahre aktiv betrieben. Unterstützung wurde einige Jahre später durch Peter Bergs als Jungschützenmeister gegeben, der sich um die Betreuung der jungen Schützen kümmerte. Teilnahme an Dekanatsmeisterschaften wurde ebenso wie das Schießen beim Wolfgang Schäfer Gedächnispokal wahrgenommen. Aufstieg, Diözesanmeisterschaften, Bundesmeisterschaft und mehrere Mannschaften Durch die stetige Leistungssteigerung der aktiven 1. Mannschaft folgte im Jahr 1992 der Aufstieg von der damals noch unter dem Namen Dekanatsklasse geführten Klasse in die 2. Bereichsklasse. Dies bedeutete die Erhöhung der Schussanzahl von 15 auf 30 Schuss pro Schütze. Der Abstieg nach einem Jahr durch die doch recht hohe Leistungsdichte in der höheren Klasse konnte im Jahr darauf wieder mit einem Aufstieg kompensiert werden. Seit dem ist die 1. Mannschaft stets in dieser Klasse zu finden und konnte die aktuelle Saison mit einem hervorragenden dritten Platz beenden. Durch die hohe Anzahl von aktiven Schützen fiel der Entschluss eine zweite Mannschaft für die Rundenwettkämpfe zu melden recht schnell. Mehrere Jahre konnte der Parallelbetrieb aufrechterhalten werden. Leider schieden jedoch auch Schützen in den Jahren wieder aus und verließen den Schießsport, so dass hier irgendwann nicht mehr genügend Schützen für eine zweite Mannschaft zur Verfügung standen. Einen Höhepunkt der jährlichen Wettkampfserie bildeten die einmal im Jahr stattfindenden Diözesanmeisterschaften in Krefeld. Sowohl die Damen- wie auch die Schüler- und Mannschaftsschützen nahmen hier nach ihrer Qualifikation auf den Dekanatsmeisterschaften teil. Aus dem gesamten Diözesangebiet traten nun auf einem Schießstand mit mehr als 40 Bahnen die Schützen in den unterschiedlichen Klassen gegeneinander an. Im Jahre 1993 konnte sich Thomas Kleinen im letzen Jahr in der Jugendklasse für die Teilnahme an den Bundesmeisterschaften in Gymnich qualifizieren. Seine Teilnahme an einem solch hohen Tournier sollte die bisher einzige in der Bruderschaft sein. Erweiterung und Umbau des Schießstandes Durch die hohe Anzahl der aktiven Schützen beim Training und die enger gefassten Vorgaben zum Schießstandbau führten dazu, das im Jahre 1995/1996 ein kompletter Umbau im Gemeindezentrum stattfand. Mit großem Aufwand wurden die Anlagen erneuert und Vorkehrungen für den leichten Auf- und Abbau des gesamten Schießstandes angebracht. Die Tische wurden auf Rollen gesetzt, die Vorhänge mit einer Stahlkonstruktion nach vorne gebracht und die Anzahl der Stände auf insgesamt neun erweitert. Die Verkleidungen im vorderen Bereich der Kugelfänge musste erneuert werden, damit auch die sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllt wurden. Nach den intensiven Arbeiten folgte anschließend eine große Einweihungsfeier zu der die gesamte Bruderschaft eingeladen war. Anekdoten und Geschichten Zu nennen gibt es wohl einiges aus den vergangenen 20 Jahren Schießsport der Bruderschaft. Wenn man heute das Regelwerk und die Vorgaben für die Durchführung der Schießsportveranstaltungen blickt, kann man kaum glauben, dass sich auch ohne diese Regeln sicher und unfallfrei Schießsport betreiben ließ. Mir fällt dazu noch unser provisorischer Schießstand am Ende des Blumenbendes ein. Warum wir damals unser Trainingsschießen dorthin verlegt haben kann ich nicht mehr sagen. Zwischen den Tannen parallel zur Bundesstraße wurde eine provisorische Schießbahn aufgestellt und wir konnten eifrig losschießen. Gerade die warmen Sommermonate luden zu diesem Freiluftevent ein. Legendär schon fast ein noch bis heute nicht vergessener Auftritt einer gewissen Schützenschwester bei den Diözesanmeisterschaften in Krefeld. Dass man dort in Schießsportkleidung aus Jacke, Hose und Schuhen antritt, war wohl bis dahin nicht bekannt. Ausgestattet mit Sonntagskleid und Pumps trat sie mit ihren Mannschaftskolleginnen auf dem im Keller liegenden Pistolenstand zu Schießen an. Kommentare oder Bemerkungen der anderen teilnehmenden Schützenschwestern ignorierte sie und beendete ihre Serie mit Bravour. Noch heute trägt sie den aus dieser Zeit stammenden Namen „Pumps Gertrud“. Auch unsere Senioren haben so manch’ feucht fröhliche Weihnachtsfeier erlebt und das Ausschießen der Preise, sagen wir mal, auf eigene Art und Weise gelöst. Da wurde auch schon mal eine große Wurst das Ziel der eifrigen Schützen und somit zum Preis für den erfolgreichsten Schützen vorgesehen. Heute und jetzt Die Schießsportabteilung wird seit mehreren Jahren durch Heinz-Willi Esser und Thomas Kleinen als Schießmeister betreut. Unsere Senioren und Frauen sind immer noch dabei und führen ihre Veranstaltungen und Trainingsschießen durch. Die erste Mannschaft kann sich in der 2. Bereichsklasse behaupten und schießt inzwischen mit konstant hoher Leistung. Der Ausbildungsstand der Schießleiter wurde durch Eigeninitiative der aktiven Schützen ausgebaut, so dass jede Gruppe über eigene Schießleiter verfügt, die die Verantwortung bei der Durchführung der Veranstaltungen tragen. Das Thema Nachwuchs ist auch in der heutigen Zeit aktueller denn je. Nur mit einem guten Unterbau kann auch zukünftig der Schießsport in der bisherigen Form weitergeführt und ausgebaut werden. Wir sind daher immer an interessierten Jugendlichen und auch erfahrenen Schützen interessiert, die sich gemeinsam mit uns im Schießsport engagieren. |